Inlays und Teilkronen fertigen wir seit 1992 mit CEREC aus Vollkeramik, Kronen und Brücken seit 1993 ausschließlich metallfrei, in unserem eigenen Meisterlabor oder direkt in der Praxis. Welche Keramik wir wählen, hängt davon ab, wie viel vom Zahn noch da ist und wo er sitzt: stabil im Seitenzahnbereich, lichtdurchlässig und vom Nachbarzahn nicht zu unterscheiden im Frontzahnbereich.
Das entscheidet der Zahn, nicht der Katalog. Bei stark zerstörten Zähnen, großen Brücken und starken Kaukräften verwenden wir Zirkonoxid, die stabilste Dentalkeramik. Bei kleineren Defekten und überall, wo es auf das Aussehen ankommt, kommen Glaskeramiken wie Lithiumdisilikat zum Einsatz: Sie lassen Licht wie ein natürlicher Zahn durch und werden adhäsiv, also geklebt, befestigt, was Zahnsubstanz spart.
Im Frontzahnbereich entscheidet die Verarbeitung. Eine von Hand geschichtete Keramikkrone aus unserem Meisterlabor nimmt Transluzenz, Farbverlauf und Oberflächenstruktur des Nachbarzahns auf, sodass sie im Mund nicht als Krone zu erkennen ist.
Ja. Metallkeramikkronen zeigen mit den Jahren oft einen dunklen Rand am Zahnfleisch, und das Metallgerüst darunter kann im Mund mit anderen Metallen reagieren. Beim Austausch entfernen wir die alte Krone, prüfen den Zahn darunter auf Karies und Entzündung und versorgen ihn mit Vollkeramik.
Eine intakte Metallkrone ohne Beschwerden muss nicht ausgetauscht werden. Wer bewusst metallfrei leben möchte, bespricht mit uns Reihenfolge und Tempo; auch hier gilt, wenn möglich ein Kieferbereich pro Termin.
So wenig wie nötig. Kleine Defekte bekommen eine Kompositfüllung, mittlere ein Keramik-Inlay, das wie ein Puzzlestück in den Zahn eingeklebt wird. Fehlen Höcker, wird daraus eine Teilkrone; erst wenn die Zahnkrone weitgehend zerstört oder der Zahn wurzelbehandelt ist, ist eine Vollkrone sinnvoll. Je mehr eigene Zahnsubstanz erhalten bleibt, desto länger lebt der Zahn.
CEREC ist die digitale Herstellung von Keramikersatz direkt in der Praxis: Der Zahn wird gescannt, die Restauration am Bildschirm entworfen und aus einem Keramikblock gefräst, alles in einer Sitzung ohne Abdruck und ohne Provisorium. Wir arbeiten damit seit 1992 und setzen es für Inlays, Teilkronen und Seitenzahnkronen ein.
Wenn es auf höchste Ästhetik ankommt, vor allem im Frontzahnbereich, übernimmt unser Meisterlabor im selben Haus: Die Krone wird von Hand geschichtet, die Farbe direkt am Behandlungsstuhl abgestimmt. Beide Wege führen zu metallfreiem Zahnersatz; welcher passt, besprechen wir mit Ihnen.
Bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle sind viele Jahre bis Jahrzehnte realistisch; Studien zeigen für Zirkonoxid- und Lithiumdisilikatkronen Überlebensraten, die mit Metallkeramik vergleichbar sind. Entscheidend sind die Passung, eine sorgfältige Befestigung und ein gesunder Biss. Knirschen Sie nachts, schützt eine Schiene die Keramik.
Keramik ist chemisch stabil, gibt keine Ionen ab und ist elektrisch neutral. Das vermeidet galvanische Effekte zwischen verschiedenen Metallen im Mund und ist für Menschen mit bekannten Metallunverträglichkeiten die naheliegende Wahl. Mehr zu unserem Materialkonzept auf der Seite Biologische Zahnmedizin.
Eine einfache Vollkeramikkrone für den Seitenzahnbereich liegt bei uns bei etwa 650 bis 700 €. Eine von Hand geschichtete Frontzahnkrone mit höchstem ästhetischem Anspruch liegt je nach Aufwand bei etwa 1.000 bis 1.500 €. Dazwischen entscheiden Material, Schichtung und Farbabstimmung. Keramik-Inlays beginnen je nach Größe bei etwa 500 €. Die Beträge entsprechen dem üblichen Eigenanteil gesetzlich Versicherter nach Abzug des Festzuschusses.
Private Versicherungen und Zusatzversicherungen erstatten meist anteilig bis vollständig. Welche Versorgung für Ihren Zahn die beste ist, erklären wir Ihnen im Gespräch; den Heil- und Kostenplan erhalten Sie schriftlich vor Beginn.
Autor: Dr. Ralf Lüttmann, Zahnarzt seit 1991, CEREC-Vollkeramik seit 1992, metallfreie Kronen und Brücken seit 1993. Fachlich geprüft im Oktober 2026.
Für Menschen, die einen Zahn metallfrei und möglichst unsichtbar versorgen lassen möchten, die alte Metallkronen ersetzen wollen oder die auf Materialverträglichkeit achten. Auch ängstliche Patientinnen und Patienten begleiten wir hier behutsam und mit viel Zeit – mehr dazu auf unserer Seite für Angstpatienten.
30 bis 60 Minuten, in denen wir zunächst zuhören – mit einer ehrlichen Einschätzung, und Sie entscheiden in Ruhe.
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